Wochen News Nummer 39
Letzte Woche musste ich mich entscheiden, ob ich nach Port Mac fahre oder nicht. Wie immer, wenn man solche Entscheidungen treffen muss, habe ich eine Stimme im Kopf, die versucht, die Situation gutzureden und immer wieder die Frage stellt: Ja, aber es könnte doch klappen?
Gleichzeitig weiss man aber auch, dass es selten gut kommt, wenn man nicht richtig vorbereitet ist. Also habe ich mich entschieden, nicht sieben Stunden ins Auto zu sitzen, um an ein Rennen zu fahren. Für mich war es die richtige Entscheidung. Zumindest sagt mir mein Gefühl, dass es für die kommenden Monate besser ist, meinem Fuss die Zeit zu geben, die er braucht.
Und dabei geht es mit dem Laufen momentan wirklich gut vorwärts. Wenn ich daran denke, dass ich vor Kurzem noch Läufe mit Gehpausen dazwischen gemacht habe, bin ich schon ziemlich weit gekommen. Letzten Samstag bin ich bereits wieder 8 × 1 km gelaufen und den letzten Kilometer in 4:10. Das Ziel war dabei vor allem, die Plantarfaszie wieder etwas mehr zu belasten. Es sollte also gar kein wirklich harter Lauf sein.
Nicht nur der Lauf selbst ging gut, sondern auch danach hatte ich keine Probleme. Was mich immer noch etwas erstaunt: Nach einem Lauf und einem richtigen Warm-up fühlt sich die Plantarfaszie teilweise besser an als direkt nach dem Aufstehen. Am Morgen spüre ich sie jeweils am meisten. Sobald ich sie richtig aufgedehnt habe und ein bisschen herumgelaufen bin, wird es deutlich besser.
Was ebenfalls hilft, ist, wenn Mel meinen Fuss und meine Waden richtig durchmassiert. Und natürlich mache ich weiterhin mein Krafttraining. Wie schon erwähnt, mache ich meine Übungen entweder nach dem Schwimmen direkt beim Pool oder, wenn ich nicht schwimme, zu Hause. Vieles davon geht ganz einfach mit meinem Theraband und Übungen mit dem eigenen Körpergewicht.
Ein Lauf und ein Magic Coffee
Wenn ich mich an die Highlights dieser Woche zurückerinnere, war der Lauf wahrscheinlich wirklich eines davon. Und natürlich der Kaffee danach.
Emma und ich fuhren nach dem Lauf ins Sunshine Social und tranken dort einen Kaffee. Vor ein paar Wochen kam Emma nach Hause und erzählte mir, dass sie einen Magic Coffee getrunken hatte. Ich hatte zuvor noch nie davon gehört und bin mir ziemlich sicher, dass es in der Schweiz nicht viele Cafés gibt, die einen Magic auf der Karte haben. Vielleicht weiss der eine oder andere Barista aber trotzdem genau, was er machen muss.
Der Magic Coffee kommt ursprünglich aus Melbourne. Aber was ist das eigentlich genau? Ein Magic besteht aus einem doppelten Ristretto mit aufgeschäumter Milch. Wenn ich meinen Kaffee mit Milch trinke, nehme ich eigentlich immer Hafermilch. Irgendwann habe ich damit angefangen und mittlerweile mag ich sie wirklich gerne.

An diesem Tag hatten wir übrigens gleich noch zwei Gründe zum Feiern: Meine Schwester und Emmas Bruder hatten Geburtstag lustigerweise haben die beiden am genau gleichen Tag Geburtstag. Also haben wir mit unserem Kaffee ein bisschen auf die beiden angestossen.
Austausch mit Kurt
Schön war auch, nach längerer Zeit wieder einmal mit Kurt zu telefonieren und uns am Sonntagnachmittag auszutauschen. Auch wenn Kurt zur Weltspitze gehört, kann sogar ich ihm ab und zu einen Tipp mit auf den Weg geben und er mir natürlich sowieso.
Ich bin sehr dankbar für das ganze Wissen, das er mit mir teilt. Gleichzeitig gefällt mir an unserer Zusammenarbeit, dass wir uns in gewissen Bereichen auch gegenseitig ergänzen und voneinander profitieren können.
Mit der Zeitverschiebung und dem ganzen Training ist es manchmal schwierig, wirklich jede Woche zu telefonieren. Trotzdem haben wir es, wie schon letzte Woche erwähnt, über diese ganze Phase ziemlich gut hinbekommen, regelmässig miteinander zu kommunizieren und gemeinsam weiterzukommen.
Zurück in eine richtige Routine
Jetzt freue ich mich auf die nächsten Wochen und darauf, wieder etwas mehr in eine richtige Trainingsroutine zu kommen. Da wir das Laufen mittlerweile wieder etwas konstanter planen können, wird auch der ganze Trainingsalltag wieder einfacher.
Für mich ist es immer angenehm, wenn ich weiss, was ich jeden Tag mache Woche für Woche. Dazu kommen wieder drei Arbeitstage, was für mich eine willkommene Abwechslung ist. So kann ich meine Energie auch einmal in etwas anderes stecken und lerne dabei immer wieder verschiedene Leute kennen.
Also dann, bis nächste Woche. Ich schaue weiterhin gut zu meinem Fuss, damit ich hoffentlich auch nächste Woche wieder Positives berichten kann. Und ihr schaut gut zu euch.
Wir lesen uns nächste Woche.
Cyrill


