Wochen News Nummer 1
- Cyrill Knechtle
- 12. Jan.
- 4 Min. Lesezeit
Nachdem ich nach langer Zeit wieder einmal einen Blog geschrieben habe und dabei einige positive Rückmeldungen bekommen habe, möchte ich etwas Neues versuchen und euch zu meinem ersten Saisonrennen mitnehmen. Mein erster Wettkampf in der Saison 2026 wird am 22. März in Geelong stattfinden. Ein Rennen, das mich motiviert, wieder einzusteigen und zu trainieren.
Was ist denn bisher passiert?
Wenn ich vom heutigen 8. Januar aus auf die Zeit von August bis jetzt zurückblicke, frage ich mich: Was ist passiert?Aufgrund gesundheitlicher Umstände habe ich meinem Freund und Trainer gesagt, dass ich mir einen neuen Trainer suche, da ich ihn nicht zusätzlich belasten wollte. Alles ist wieder gut mit ihm, und das ist mir sehr viel wert.
So habe ich von einem System, das sehr gut für mich funktioniert hat, zu etwas Neuem gewechselt. Dort waren wir sieben Tage «on» und hatten nie wirklich einen Offday. Nach Wettkämpfen hatten wir nie richtig Pause gemacht. Was ich heute sagen kann, ist: Das war nicht wirklich gut. Man lässt einen grossen Reiz nie richtig wirken.
Also habe ich im Dezember den Entschluss gefasst, auf meinen Freund zu hören und mich selbst zu coachen. Der Körper signalisiert sehr gut, ob ein Trainingsreiz gesetzt werden kann oder doch etwas Pause nötig ist. Was ich noch lernen muss, ist, richtig auf diese Signale zu reagieren.
Wenn ich zurückblicke, was ich hätte machen sollen, dann wäre es eine richtige Saisonpause nach dem letzten Rennen im November gewesen. Daher kam es mir sehr gelegen, dass ich über Weihnachten meine ersten Ferien seit langer Zeit in Neuseeland gemacht habe. Das war absolut genial. Ich habe die Insel, auf der ich war, sehr viel erkundet, aber nicht wirklich trainiert. Einfach ohne Grund aufs Rad steigen und schauen, wo die Strasse hinführt. Auf einer kleinen Insel ist das noch gut, weil du ja nicht weit kommst.
Zurück in Noosa habe ich dann das erste Mal wieder verrückte Dinge getan und bin 100 × 100 Meter geschwommen. Ja, du liest richtig: 10 km im Pool. Frag mich nicht, wieso, aber es hat Spass gemacht in der Gruppe rund um JR. Auch hier wieder, um herauszufinden, dass ich nicht unsterblich bin, und ich wurde krank mit einer Erkältung, die ich danach auskuriert habe. Das ist ganz wichtig für alle, die Sport machen: Ich bin Fan davon, meine Grenzen auszutesten, wie ich es im Schwimmbecken getan habe. Aber krank trainieren das bitte nicht. Deine Gesundheit wird es dir danken.

Anmerkung
Ich schreibe das hier als Anmerkung was eigentlich keine ist. Und aus der ich sehr viel lernen muss. Ich habe so viel Spass am Triathlon und am Trainieren. Allerdings haben mir die vielen Wettkämpfe und das viele Training ohne ausreichende Regeneration die Lust am Triathlon ein wenig genommen.
Denn ich kann euch sagen: Wenn man das im Jahr 2026 professionell macht, muss man, wenn man dabei ist, 100 % geben. Bei 95 % wird man so richtig vorgeführt. Wenn man jedoch Zeit frei hat, sollte man auch wirklich frei sein. Was ich damit sagen möchte: Wenn man an einem Rennen teilnimmt, sollte man zu 100 % körperlich und geistig darauf eingestellt sein.
Wie soll es weitergehen?
Einen Schritt zurück zu dem, was ich im Kopf hatte, ist der nächste Schritt. Ich weiss, dass Donnerstag mein Ruhetag ist. Nach meinem langen Lauf am Sonntag werde ich auch ruhen. An den anderen Tagen werde ich mit zwei Einheiten starten, was nach sechs Wochen vielleicht mal drei Einheiten werden könnte.
Ich erzähle auch zum ersten Mal, dass ich gerne einen Ironman machen würde. Wie und ob ich das mache, weiss ich noch nicht. Für mich ist es wichtig, ein Ziel zu haben, das ich in kleinen Schritten aufbaue und bei dem ich meiner Grundidee treu bleibe, wie ich trainieren möchte. Denn ich weiss, dass ich mit den zwei ruhigeren Tagen weit kommen werde, weil ich im Kopf frischer sein werde.
Was ist mein Ziel mit dieser Blog-Serie?
Mein Ziel mit dem Aufschreiben und dem Öffnen von verschiedenen Einheiten oder dem Aufbau von Training ist es, vielleicht jemanden zu finden, der mir dabei hilft jemand, der mir immer wieder Tipps gibt oder mich bei dem, was ich tue, anleitet.
Für die Athleten, die ich coache, möchte ich ein System erarbeiten, das für sie funktioniert und bei dem sie mit Spass dabei sind. Ich weiss jedoch, dass ich kein Problem damit habe, ein Training zu machen, das gemacht werden sollte. Wenn ich den Tipp bekomme, dass man es machen kann, macht es mir Spass, ein Training so zu gestalten, dass die Arbeit darin trotzdem erledigt wird.
Ich muss jedoch sagen, dass es mir zurzeit sehr viel mehr Freude macht, frei zu entscheiden, was ich tue auch wenn es vielleicht nicht zu 100 % dem entspricht, was man tun sollte als immer den Gedanken zu haben «Was wäre, wenn?» Gerade dann, wenn ich bei dem, was ich tue, zu 100 % daran glaube und weiss, dass ich gerade das mache, was Spass macht.
Ja, ich weiss, jetzt kommen die Leute und sagen, dass man im Spitzensport auch Dinge tun muss, die keinen Spass machen. Ja, das stimmt absolut da gebe ich dir Recht. Das ist in deinem Beruf auch so. Wenn der Spass und die Freude da sind, macht man auch Sachen, die einem vielleicht nicht zu 100 % Spass machen, aber man weiss, weshalb man sie macht. Und das ist am Ende entscheidend.


