Wochen News Nummer 14
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Von einer schönen Ostermontag Radfahrt über das Erkunden neuer Strassen, das zu einem Pop-up-Kaffee führte, bis hin zum Kauf eines neuen Grills das waren drei Highlights dieser Woche. Trotzdem muss ich, wie so oft, wieder in meinen Kalender schauen, um genau zu wissen, was ich alles gemacht habe.
Mit der Verabschiedung meiner Mum wurde es wieder ruhiger hier in Noosa. Davor war über fünf Wochen immer etwas los, da Holy in Noosa war oder immer Leute hier waren, die ich kannte. Jetzt sind noch die Oster-Touristen hier, und dann wird sich zeigen, wie sich der Herbst entwickelt. Zum Glück ist das Wetter sehr stabil. Die Sonne scheint fast jeden Tag, die Temperaturen sind angenehm warm und die Luftfeuchtigkeit nimmt langsam ab, was es nochmals angenehmer macht.
Zurück in den Alltag
Der Montag startete mit einer Pilatesklasse. Am Anfang war ich noch etwas rostig, aber ich kam schnell wieder in Bewegung. Ich mag diesen Tag sehr, denn nach Pilates merke ich einen grossen Unterschied, wenn ich danach ins Wasser gehe und mein Training starte. An den anderen Tagen bin ich oft froh, wenn ich ein längeres Warm-up habe, um überhaupt in Schwung zu kommen.
Was wir jedoch immer machen mit unserer Gruppe, ist ein lockeres Einschwimmen, meistens etwa 1 km mit Flossen. Für viele ist das Luxus, sie wollen direkt starten. Aber wenn man sich Schwimmer, Läufer oder auch Radfahrer anschaut, machen alle ein Warm-up, bevor sie richtig beginnen. Oft reichen ein paar Minuten, um danach direkt mit Qualität ins Training zu starten. Gerade im Wasser fühlt sich alles viel besser an.
Neue Strecken und kleine Abenteuer
Am Mittwoch habe ich mich für meine lange Radeinheit entschieden, nach Wolvi zu fahren, dem Ort, an dem vor ein paar Wochen mein Gravel-Abenteuer begann. Ich wollte neue Strassen erkunden und wusste, dass einige Abschnitte auch Gravel sein würden. Trotzdem war ich mehr auf der Strasse unterwegs als auf Schotter.

Wie schon letzte Woche merke ich, wie angenehm es ist, nicht immer in der gleichen Position auf dem Zeitfahrrad zu sitzen. Auch ohne Powermeter fahre ich nach Puls und versuche, diesen über die gesamte Einheit tief zu halten. Am Ende spielt weder Geschwindigkeit noch Distanz eine grosse Rolle, denn der Körper arbeitet sowieso über die Zeit, die man im Sattel sitzt. Und die mentale Abwechslung ist mindestens genauso wichtig.
Nach knapp drei Stunden kam ich in einem kleinen Ort an und wollte meine Flaschen bei einer öffentlichen Toilette auffüllen, musste aber feststellen, dass es kein Trinkwasser war. Also fuhr ich weiter zu einem Restaurant, das ich kannte, doch auch das war geschlossen.
Also blieb noch eine letzte Option. Und wie so oft stimmt: aller guten Dinge sind drei. Als ich zurückfuhr, sah ich Leute, die gerade etwas abbauten. Ich fragte sie nach Wasser und sie sagten: „Komm mit, wir räumen gerade unser Pop-up-Kaffee ab.“ Das findet dort jeden Mittwoch statt. Also hatte ich wieder Glück und konnte meine Flaschen auffüllen. Nächstes Mal werde ich dort definitiv auch ein Stück Kuchen probieren, denn sie machen alles selbst.

Die letzten 40 km nach Hause waren damit gesichert.
Die nächsten Tage waren neben dem Training und etwas Organisation eher ruhig. Ich habe mich darum gekümmert, mein Coaching-Plakat aufzuhängen und mit Leuten zu sprechen. Gleichzeitig merke ich langsam die Müdigkeit vom Training. Das Volumen sammelt sich, und ich bin froh, zwischendurch auch Pausen zu haben.
Was ich aber sehr schätze, ist die Zeit, in der ich über mein Coaching nachdenken kann. Neue Ideen, neue Einheiten für meine Athleten, denn auch bei ihnen stehen bald die ersten Rennen an.
Ein perfekter Abschluss der Woche
Der Sonntag war dann ein richtig cooler Abschluss der Woche. Seit unserem Besuch in Neuseeland habe ich immer wieder nach einem Grill geschaut, vor allem nach einem guten gebrauchten, aber irgendwie hat nie alles gepasst.
Ich habe das Grillieren vermisst. Ein Stück Fleisch auf den Grill legen, sich Zeit nehmen für die Zubereitung, neue Marinaden ausprobieren – das macht mir einfach Spass. Also sind wir am Sonntag in einen Grillladen gefahren und haben uns einen Baby Weber gekauft, das kleinste Modell, perfekt für den Balkon.
Natürlich waren wir damit noch nicht ganz bereit. Also ging es weiter zu Bunnings, um eine Gasflasche zu holen, und danach noch Fleisch einkaufen. Was noch fehlte, war der Aufbau des Grills, aber auch das habe ich noch erledigt, bevor wir am Abend loslegen konnten.
So gab es am Sonntagabend unsere ersten selbst gemachten Steaks – von der Marinade bis auf den Teller alles selbst gemacht. Mit Salat und Süsskartoffeln war es der perfekte Abschluss einer Trainingswoche.
Bis zum nächsten Besuch werde ich weiter üben, damit das perfekte Stück Fleisch auf dem Grill liegt und wir Gäste empfangen können.
Somit wünsche ich allen auf der Nordhalbkugel einen guten Start in die Grillsaison und uns hier einen guten Abschluss – wobei ich sagen kann, mein Grill läuft jetzt durch.
Bis bald
Cyrill


