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Wochen News Nummer 20

  • 27. Mai
  • 4 Min. Lesezeit

Kaffee, Waffeln und Wochenrückblick

Ein weiterer Dienstag hier. Für mich bedeutet das meistens: einen Kaffee machen, drei Manner-Waffeln in eine kleine Schale legen und mich aufs Sofa setzen. Danach öffne ich meistens meine Trainings-App, damit ich nochmals rekonstruieren kann, wie die Woche eigentlich verlaufen ist.


Bevor ich aber überhaupt übers Training schreibe, muss ich zuerst noch kurz über Kaffee reden. Obwohl ich hier gefühlt im Himmel der Cafés lebe, gehe ich gar nicht jeden Tag auswärts Kaffee trinken. Meistens nur, wenn ich Leute treffe oder jemanden kenne.


Die Frage ist eher: Wie mache ich zuhause einen guten Kaffee? Denn ja, in meinen Träumen steht irgendwann eine La Marzocco in meiner Küche. Aktuell mache ich aber jeden Kaffee mit einer AeroPress. Einige kennen sie sicher eine einfache Art, sehr guten Kaffee zu machen. Eine Mischung aus Filterkaffee und etwas Eigenem.

Das Beste daran ist eigentlich: Wir kaufen die Bohnen bei einer lokalen Rösterei und mahlen sie frisch mit einer Handmühle. So kann man den Mahlgrad perfekt anpassen und der Kaffee schmeckt jedes Mal etwas anders. Genau solche kleinen Rituale mag ich momentan extrem.


Arztbesuche und Geduld

Ich weiss, letzte Woche habe ich etwas angeteasert wegen Ärzten und Bluttests hier in Australien. Und wie so oft malt man sich Dinge im Kopf schlimmer aus, als sie am Ende wirklich sind.


Für die Einheimischen ist der Prozess hier eigentlich extrem einfach. Sie loggen sich in eine App ein, bezahlen etwa 24 Dollar und bekommen relativ unkompliziert ein Blutbild. Frag mich nicht genau, welche Werte dort alle getestet werden aber anscheinend alles, was man braucht, um zu sehen, ob gerade etwas nicht stimmt.


Für mich lief das Ganze natürlich etwas komplizierter ab. Zuerst brauchte ich einen Arzttermin für 107 Dollar, damit mir überhaupt jemand das Formular für den Bluttest ausstellt. Fair enough der Arzt muss ja auch bezahlt werden.


Mit diesem Formular ging es dann aber nochmals weiter, weil die Ärzte hier das Blut nicht selber abnehmen. Dafür gibt es spezielle Pathologien. Also stand ich am Mittwochmorgen dort und buchstabierte einmal mehr meinen Namen. Und obwohl ich das mittlerweile sicher schon tausendmal gemacht habe, bleibt buchstabieren auf Englisch immer ein kleines Abenteuer für mich.


Nachdem alles erledigt war, kam dann noch die Rechnung für den Bluttest selbst. Weitere 400 Dollar. In diesem Moment dachte ich mir aber: Jetzt habe ich schon den ganzen Aufwand betrieben, also ziehe ich es auch durch und weiss danach wenigstens sicher, was Sache ist.


Eine Woche später kann ich sagen: Alles ist im grünen Bereich. Und ehrlich gesagt hat mich das extrem gefreut. Genauso wie die Tatsache, dass ich mich von Tag zu Tag wieder besser fühle. Ich weiss nicht genau, welche Grippe das war, aber hartnäckig war sie definitiv.


Locker bewegen statt forcieren

Im Training habe ich mich diese Woche fast ausschliesslich locker bewegt. Und meiner Meinung nach bringt es wenig, während einer Krankheit oder direkt danach mit viel Intensität oder hohem Volumen weiterzudrücken.

Man löst dadurch meistens nur noch mehr Stress im Körper aus, während das Training gleichzeitig gar nicht richtig verarbeitet werden kann.

Sonnen Untergang mit Regenbogen

Als Coach sehe ich das immer wieder. Die wenigsten haben wirklich Vertrauen darin, loszulassen und dem Körper Zeit zu geben. Wenn man sich umhört, erzählen viele Top-Athleten im Nachhinein die gleichen Geschichten: Dass sie trotz Krankheit, Verletzungen oder Stress weiter hart trainiert haben und es am Ende meistens alles nur noch schlimmer gemacht hat.


Ein perfekter Geburtstag

Mein Freitag hätte eigentlich fast einen eigenen Blogeintrag verdient. Denn wer feiert nicht gerne Geburtstag?


Einen Tag lang einfach Dinge tun, die man gerne macht. Und genau das habe ich gemacht.


Schon am Morgen, als ich nach dem Frühstück Richtung Pool fuhr und die Sonne schien, genoss ich es extrem, draussen zu schwimmen. Danach ging es direkt weiter ins Café mit Freunden. Und als ich dann auch noch einen Gutschein von meinem Lieblingsmetzger bekam, wusste ich: Dieser Tag wird schwer zu toppen.


Aber es ging weiter. Emma machte mir einen richtig feinen Marmorkuchen, den wir natürlich sofort probierten. Nicht alles auf einmal auch wenn ich ehrlich gesagt problemlos gekonnt hätte.

Frisch gemachener Marmor Kuchen

Da am Samstag der Noosa Marathon stattfand, gab es auch eine kleine Expo. Also gingen wir spontan vorbei und trafen einige Leute, die wir kannten. Weil Wyn Republic gerade ein neues Laufshirt herausgebracht hatte, machte ich mir selbst noch ein kleines Geburtstagsgeschenk und kaufte mir eines davon.


Natürlich musste das Shirt direkt getestet werden. Also zog ich es am Nachmittag gleich für einen Lauf an. Super leicht und richtig angenehm zum Laufen.


Und wie ihr mich kennt, durfte am Abend natürlich auch der Grill nicht fehlen. Also lag wieder ein schönes Stück Fleisch auf dem Rost. Bis meine Familie im Dezember wieder hier ist, übe ich weiter damit wir dann eine richtige Grillade auf unserem kleinen Grill machen können.


Wie immer ging der Geburtstag viel zu schnell vorbei. Aber ich habe jede Minute genossen. Und auch jede einzelne Nachricht, die ich an diesem Tag bekommen habe. Danke an alle, die an mich gedacht haben ich habe mich wirklich über jede Nachricht gefreut.


Zurück in den Rhythmus

Das Wochenende verlief dann wieder ziemlich ruhig. Nachdem ich am Samstag den Leuten beim Marathon zugeschaut hatte, ging ich noch locker Rad fahren. Am Sonntag lief ich dann wieder meine Lieblingsrunde im Nationalpark.


Dabei merkte ich direkt wieder, wie schnell man sich an hügeliges Laufen entwöhnt. Also ist es wohl Zeit, diese Runde wieder häufiger zu laufen und mich langsam wieder an die Hügel von Noosa zu gewöhnen.


Zum Schluss noch etwas, worüber ich mich wirklich riesig freue: Ab sofort könnt ihr meinen Flyer und mein Coaching auch bei Velo Plus in der Stadt finden.


Ich bin unglaublich dankbar für die Zusammenarbeit und dafür, dass sie mir eine Plattform geben, mein Coaching zu präsentieren. Schritt für Schritt wird das Ganze grösser und ich hoffe natürlich, dadurch immer mehr Athleten begleiten zu können.


Ein grosses Dankeschön dafür.


Und damit verabschiede ich mich wieder für eine Woche.


Ich bleibe weiter dran, mein Coaching bekannter zu machen. Dazwischen mache ich weiterhin das, was ich am liebsten mache: schwimmen, Rad fahren und laufen damit ich bis zum australischen Frühling wieder fit bin für die nächsten Rennen.


Freunde des Nordens: Geniesst den Sommer. Ihr habt ihn euch verdient.


Cyrill

 

 
 
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