Wochen News Nummer 35
Zurück im Training und eine der letzten Wochen, bevor ich mit Run/Walks langsam wieder ins Laufen einsteigen kann.
Diese Woche habe ich drei Einheiten gemacht, bei denen ich vom Strand hoch zur Aussichtsplattform gelaufen bin. Danach habe ich das Training jeweils mit Treppenläufen beendet, bei denen ich zügig die Treppen hochgegangen bin. Wie schon einmal beschrieben, ist die Belastung auf den Fuss dabei relativ gering, trotzdem bekommt man einen guten Trainingsreiz. Ich kann mir deshalb gut vorstellen, die Treppenläufe auch in Zukunft im Trainingsplan zu behalten.

Wie es mit dem Zurückkommen ins Laufen genau aussieht, kann ich euch dann nächste Woche erzählen. Denn mit meinem Run/Walk-Programm starte ich direkt, nachdem ich diesen Blog fertig geschrieben habe.
Das Heimrennen steht vor der Tür
Neben den Treppenläufen hatte ich letzte Woche auch drei gute Radeinheiten mit Intensitäten. Das stimmt mich positiv für den kommenden Sonntag, denn dann steht der 70.3 Sunshine Coast auf dem Programm. Das Heimrennen für alle hier an der Küste. Ich freue mich sehr darauf, auch wenn ich nicht laufen werde.
Neben dem normalen Squad-Schwimmen habe ich mich am Sonntag auch wieder mit unserer Schwimmgruppe am Strand getroffen. Letzten Sonntag hatten wir Nordwind, was für die Temperaturen hier bedeutet, dass es warm wird. Zum ersten Mal zeigte das Thermometer wieder 30 Grad an. Wirklich bereit für das warme Wetter war ich ehrlich gesagt noch nicht und es war schon ein kleiner Schock für den Körper. Aber auch daran gewöhnt man sich wieder. Und wir müssen wohl, denn in den nächsten Wochen wird es hier immer wärmer. Darauf freue ich mich aber auch.
Das Wasser war zum Glück angenehm kühl und damit perfekt für den Neoprenanzug. Durch den Nordwind war es in der Bucht allerdings ziemlich wellig. Auf dem Hinweg schwammen wir gegen die Wellen und ich fand irgendwie nie richtig meinen Rhythmus. Es fühlte sich eher an wie ein Kampf in der Waschmaschine. Dafür war der Rückweg umso besser und natürlich auch schneller. Mit den Wellen fand ich plötzlich einen richtig guten Rhythmus und konnte entspannt schwimmen. Ich konnte auch gut an den Füssen der anderen bleiben und so ging es in einem angenehmen Tempo zurück an den Strand. Also konnte ich am Ende doch noch einiges Positives aus dieser Einheit mitnehmen.
Training vor der Arbeit
Ansonsten habe ich diese Woche doch einige Stunden gearbeitet. Dadurch kam ich in den Genuss, fast jeden Morgen den Sonnenaufgang zu sehen und gleich als Erstes am Morgen rauszugehen und Sport zu machen.
Ich habe mittlerweile richtig Gefallen daran gefunden, um 6 Uhr oder sogar noch früher zu starten und meine Trainingseinheit zu absolvieren, bevor ich zur Arbeit gehe. Ich glaube sogar, dass mir das Training so mehr Spass macht. Ich weiss, dass ich nur eine «limitierte» Zeit zur Verfügung habe und möchte diese dann möglichst konzentriert nutzen.

Gleichzeitig habe ich angefangen, mit Brick meine Social-Media-Apps zu sperren. Dadurch gibt es mittlerweile Tage, an denen ich Instagram tatsächlich erst am Abend öffne, weil die App vorher gesperrt ist. Gerade am Morgen merke ich, wie sehr ich es geniesse, nicht zuerst am Handy zu hängen, sondern einfach rauszugehen und mich zu bewegen. Ich komme dadurch viel einfacher aus dem Haus. Auch das Handy nicht mehr mit ans Bett zu nehmen, hilft dabei.
Wahrscheinlich ist das vor allem ein Problem, das wir Jüngeren haben, weil wir mit diesen Dingern doch ziemlich viel Zeit verbringen. Wobei man auch sagen muss: Die Industrie ist clever. Apps und Handys sind schliesslich genau so gebaut, dass wir möglichst viel Zeit damit verbringen.
Langsam verstehe ich auch das australische System
Die Tage vergingen diese Woche ziemlich schnell. Viel mehr als Training und Arbeit ist deshalb eigentlich gar nicht passiert, auch wenn meine Arbeitstage jeweils nur drei bis fünf Stunden lang waren.
Etwas Neues gab es dann aber doch noch: Ich habe hier jetzt meinen «Super»-Account eröffnet. Das ist in Australien die sogenannte Superannuation und vergleichbar mit der Pensionskasse. Hier entscheidet man selbst, bei welchem Anbieter der Arbeitgeber das Geld einzahlt.
Emma hat mir geholfen, verschiedene Anbieter anzuschauen und zu vergleichen, wie sie sich in den letzten Jahren entwickelt haben. Zum Glück hat sie Wirtschaft studiert und versteht deutlich besser als ich, was Sinn macht und worauf man achten sollte. Gesagt, getan: Ich habe meinen Account online eröffnet und wieder etwas mehr darüber gelernt, wie hier etwas funktioniert.
Den kompletten Überblick habe ich ehrlich gesagt noch lange nicht. Aber so lerne ich Schritt für Schritt immer etwas dazu. Vieles versteht man eben erst, wenn man es selbst macht, Fragen stellt und mit anderen darüber spricht.
Jetzt kommt das Rennen
Somit geht wieder eine Woche zu Ende. Der Fuss macht weiter Fortschritte, das Training läuft gut und am kommenden Sonntag darf ich beim 70.3 Sunshine Coast endlich wieder etwas Rennluft schnuppern. Auch wenn ich dieses Mal nicht die komplette Distanz absolvieren werde, freue ich mich sehr darauf, wieder Teil eines Rennens zu sein.
Allen auf der Nordhalbkugel wünsche ich einen schönen Start in den Herbst. Und wir hier im Süden gehen langsam in den Frühling und damit wieder in die wärmeren Monate.
Nächste Woche lesen wir uns dann nach dem Rennen wieder und ich erzähle euch, was an der Sunshine Coast alles passiert ist.
Bis dann.
Cyrill


