Wochen News Nummer 25
- vor 28 Minuten
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Es fühlt sich wieder nach Sport an
Diese Woche sind die ersten Tempoblöcke beim Laufen und Radfahren zurückgekommen. Und ganz ehrlich: Es fühlte sich wieder richtig gut an.
Wenn man über längere Zeit dieses gute Gefühl nicht mehr hatte und eine Phase hinter sich hat, in der sich alles zäh anfühlte, weiss man solche Momente umso mehr zu schätzen. Plötzlich geht man wieder zum Training, der Körper reagiert auf die Belastung und man merkt, dass er sich wieder anpasst. Genau dieses Gefühl hatte ich diese Woche. Es ist schön, wenn man merkt, dass der Weg langsam wieder nach vorne führt.
Ich bin aktuell auch wieder häufiger mit dem Schwimm-Squad unterwegs. Dadurch entstehen automatisch wieder mehr Gespräche, kleine Sticheleien und gegenseitiges Anfeuern. Diese täglichen Begegnungen tun mir richtig gut. Wenn man sich regelmässig sieht und gemeinsam trainiert, lernt man sich mit der Zeit immer besser kennen.
Im Schwimmen passe ich die Intensität im Moment bewusst etwas an. So kann ich die Einheiten mit der Gruppe geniessen, ohne zu viel Energie zu verbrauchen. Dadurch kann ich die geplanten intensiven Einheiten auf dem Rad und beim Laufen wie vorgesehen absolvieren und gleichzeitig genügend Erholung zulassen.
Der Winter zeigt sich hier momentan übrigens ganz anders, als ihn mir alle beschrieben haben. Eigentlich hiess es immer: blauer Himmel, Sonne und angenehme Wintertage. Im Moment regnet es jedoch fast täglich und auf dem Rad hat es mich mehr als einmal erwischt. Zum Glück hat es trotzdem meistens um die 20 Grad. Wirklich schlimm ist das also nicht. Mit den Kleidern tue ich mich allerdings immer noch etwas schwer. Morgens weiss ich nie so genau, was ich anziehen soll. Trotzdem vermisse ich das richtig kalte Radfahren oder stundenlange Einheiten auf der Rolle überhaupt nicht. Was ich hingegen schon vermisse, sind die Rennen in Europa.

Kaffee, Croissants und ein langer Lauf
Abseits vom Training gab es diese Woche auch wieder ein paar schöne Momente. Nach dem Pilates zeigte mir Emma ein weiteres Café hier in Noosa. Mittlerweile glaube ich wirklich, dass wir fast jedes Café ausprobiert haben. Dieses Mal hatte ich das Gefühl, den besten Almond Croissant der Region gefunden zu haben.
Eigentlich hatte ich den Almond Croissant bereits bestellt. Als ich dann aber am Tisch sass und die Frühstücksburger an den anderen Tischen sah, war die Entscheidung schnell gefallen. Also bestellte ich kurzerhand doch noch einen Frühstücksburger dazu. Den Croissant nahm ich später mit nach Hause und ass ihn dort in Ruhe. Ich glaube tatsächlich, dass ich meinen Favoriten gefunden habe. Wenn uns also irgendwann jemand in Noosa besuchen kommt, weiss ich inzwischen ziemlich genau, wo es den besten Kaffee, den besten Burger und den besten Almond Croissant gibt.
Am Sonntag trafen wir uns dann mit Freunden genau in diesem Café. Ich machte daraus gleich meinen Long Run und lief mit einem kleinen Umweg durch den Nationalpark dorthin. Diese Strecke gehört mittlerweile zu meinen absoluten Lieblingsläufen. Die Hügel, der Ausblick bei Hell's Gates und anschliessend der Weg Richtung Main Beach machen jedes Mal aufs Neue Spass. Nur auf dem letzten Abschnitt Richtung Main Beach wird es jeweils etwas voller. Dort sind viele Touristen unterwegs. Wenn man alleine läuft, kommt man aber problemlos durch und schlängelt sich einfach zwischen den Leuten hindurch. Im Café musste ich natürlich nochmals überprüfen, ob der Almond Croissant wirklich so gut ist, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Das Resultat: Ja. Definitiv.
Ein heisser Ironman und unser Sonntag im Meer
Am Nachmittag schaute ich mir den Ironman Frankfurt an beziehungsweise den verkürzten Ironman. Schon beim Zuschauen wurde mir warm. Bei fast 30 Grad Wassertemperatur möchte ich ehrlich gesagt nicht mehr schwimmen. Man startet praktisch schon überhitzt auf das Rad und genau das macht solche Rennen unglaublich schwierig. Wenn die Körperkerntemperatur einmal zu hoch ist, bleibt oft nichts anderes übrig, als Tempo herauszunehmen und den Körper zuerst wieder etwas herunterzukühlen. Genau das möchte man in einem Wettkampf natürlich vermeiden.
Nach dem Start machte ich mich selbst auf den Weg zum Strand. Unsere Sonntagsschwimmgruppe wartet nämlich höchstens bis zu dem Punkt, an dem sie umdreht. Wer zu spät kommt, muss hinterherschwimmen und genau das möchte ich möglichst vermeiden. Ich versuche aktuell bewusst, möglichst oft direkt an den Füssen der anderen zu schwimmen. Genau dort lernt man am meisten, wie man sich in einer Gruppe bewegt und den Rhythmus der anderen mitgeht. Auf dem Rückweg wird meistens etwas schneller geschwommen, was für mich perfekt passt. Ich muss allerdings immer aufpassen, dass ich den Anschluss nicht verliere. Denn sobald einmal eine kleine Lücke entsteht, wird sie meistens immer grösser. Zurück am Strand stehen wir fast immer noch eine Weile zusammen. Jeder erzählt ein bisschen von seiner Woche oder was gerade ansteht.
Mein Training sieht momentan ansonsten gar nicht besonders spektakulär aus. Kurt und ich versuchen einfach Woche für Woche unser Programm sauber umzusetzen. Es gibt keine riesigen Hero-Einheiten und wahrscheinlich auch nichts, womit man auf Social Media besonders viele Likes sammeln würde. Aber genau das fühlt sich momentan richtig an. Ich freue mich auf jede einzelne Einheit, die vor mir liegt. Und ich weiss, dass Fitness nicht von heute auf morgen zurückkommt. Mit Geduld und Zeit wird das wieder.
Lasst uns also gemeinsam den Weg bis zum nächsten Wettkampf gehen. Allen, die am Ironman Thun an den Start gehen, wünsche ich ganz viel Erfolg. Geniesst die letzten Tage der Vorbereitung und vor allem den Wettkampf selbst. Wenn ihr in ein paar Jahren von diesem Tag erzählt, werdet ihr euch wahrscheinlich nicht mehr an jede Wattzahl oder jede Pace erinnern. Aber ihr werdet euch daran erinnern, wie ihr euch im Ziel gefühlt habt. Deshalb lauft mit einem Lächeln über die Ziellinie.
Viel Spass.
Cyrill


