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Wochen News Nummer 29

  • 30. Juli
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 31. Juli

Die letzte Tour-de-France-Woche ist vorbei.

Erst vor Kurzem habe ich darüber geschrieben, wie hart es für Fussballfans sein muss, wenn keine Weltmeisterschaft läuft. Aber ganz ehrlich: Wenn die wüssten, wie es sich anfühlt, wenn die Tour de France vorbei ist ... Spass beiseite, so schlimm ist es nicht. Und wie immer im Sport kommt bald wieder ein Highlight.

Tadej Pogačar hat wieder einmal Dinge gemacht, die wohl nur Pogačar kann, und sich bereits seinen fünften Toursieg gesichert. Fünfmal! Ich glaube, Eddy Merckx ist ebenfalls einer der wenigen Fahrer, die das geschafft haben. Damit gehört Pogačar definitiv zu einem ganz exklusiven Kreis.


Ich frage mich manchmal, ob er gewisse Etappen bewusst nicht gewinnt oder ob er sie wirklich nicht gewinnen kann. Natürlich spreche ich nicht von der Etappe, auf der er Del Toro geholfen hat, seinen Podestplatz abzusichern. Solche Momente machen ihn für mich noch sympathischer.


Überhaupt gefällt mir seine Art viel besser als die von Evenepoel, der sein Team im Ziel oder teilweise sogar während des Rennens kritisiert. Ich weiss selbst, wie es ist, wenn man komplett am Limit ist. Wenn man Sterne sieht, funktioniert das Denken nicht mehr richtig. Das Blut ist überall, nur nicht mehr im Gehirn. Trotzdem denke ich, kann man im Team intern freundlich zu allen sein, auch wenn man gerade nicht das Resultat erzielt hat, das man sich gewünscht hat.


Die Tour de France ist einfach etwas Einzigartiges. Die Stimmung entlang der Strassen, die Menschenmassen und die ganze Atmosphäre faszinieren mich jedes Jahr aufs Neue. Klar gibt es leider auch die negativen Geschichten mit Zuschauern, die den Fahrern in die Quere kommen oder nicht verstehen, wie gefährlich ihr Verhalten sein kann. Jedoch all die Begeisterung zu sehen und tausende von Leuten mitfiebern zu sehen, das ist sehr eindrücklich.


Vorfreude auf Weihnachten

Zurück zu meiner Woche.


Bis Freitag verlief eigentlich alles wie gewohnt. Das grösste Highlight war, dass meine Familie inzwischen fast alles für unsere gemeinsamen Weihnachten in Neuseeland gebucht hat. Darauf freue ich mich riesig. Sommer, Weihnachten und die Familie von Emma – das wird bestimmt eine ganz besondere Zeit.


Ein gelungenes Wochenende

Mein persönliches Highlight war aber ganz klar das Wochenende.


Zum ersten Mal habe ich meinen Ruhetag vom Donnerstag auf den Freitag verschoben, damit ich am Samstag etwas frischer in den Parkrun starten konnte. Wie immer nach einem Ruhetag brauchten die Beine aber zuerst ein wenig Zeit, bis sie wieder auf Touren kamen. Der erste Kilometer fühlte sich ziemlich schwer an. Danach lief es aber richtig gut, und ich hatte wieder unglaublich viel Spass.


Nach 2,5 Kilometern dreht man um und läuft dieselbe Strecke zurück. Irgendwie macht das Leiden etwas einfacher, weil man ständig anderen Läuferinnen und Läufern begegnet. Auch wenn ich mich jedes Mal frage, warum man ausgerechnet so einen hügeligen Parkrun laufen muss, wenn man 25 Minuten südlich einen total flachen laufen könnte. Denn die letzten 500 Meter sind jedes Mal brutal. Jedoch ist es am Ende ein perfekter Trainingsreiz.


Mehr verrate ich aber nicht. Mein Papa möchte diesen Parkrun ebenfalls einmal laufen, und ich möchte ihm die Überraschung nicht verderben. Ich sage nur so viel: Mit rund 200 Leuten durch den Wald zu laufen, macht richtig Spass.


Am Nachmittag traf ich mich dann spontan mit Clint zu einer Radausfahrt. Nach so vielen Einheiten alleine war das eine richtig schöne Abwechslung. Gleichzeitig fährt man plötzlich Strecken, die man alleine wahrscheinlich nie wählen würde.


Ich muss allerdings zugeben: Ein bisschen neidisch war ich schon auf sein Rennrad. Seit dieser Ausfahrt schaue ich immer wieder, ob es vielleicht doch eine Möglichkeit gäbe, irgendwann noch ein Rennrad zu kaufen. Auf der anderen Seite fahre ich mein Zeitfahrrad sehr gerne, und mit dem Gravelbike bin ich ebenfalls bestens unterwegs. Ich glaube, ich muss einfach noch zwei oder drei Mal mit Clint mitfahren. Mal schauen, was dann passiert.


Kaffee als Motivation

Nach dem intensiven Samstag war der Sonntag genau das, was ich gebraucht hatte. Ich lief zu unserem Lieblingscafé auf der anderen Seite von Noosa. Mit einem kleinen Umweg durch den Nationalpark kam ich dabei an einigen meiner Lieblingsorte vorbei. Das Beste an diesem Lauf war, dass ich mich die ganze Zeit darauf freuen konnte, dort zusammen mit Emma einen Kaffee zu trinken.

Blick von einer Klippe auf türkisblaues Meer, Felsen und Brandung; im Vordergrund Äste und grüne Sträucher.
Das Türkisblaue Wasser im Nationalpark

Ich weiss nicht, ob Kaffee einfach besser schmeckt, wenn man vorher trainiert hat, oder ob ich den Kaffee vom Sunshine Social einfach schon länger nicht mehr hatte. Auf jeden Fall war er hervorragend. Und der Rhabarberkuchen dazu war das Tüpfchen auf dem i.


Am Nachmittag ging es wie fast jeden Sonntag noch einmal ins Meer zum Schwimmen. Mich fasziniert jedes Mal, wie viele Menschen dort unterwegs sind. Einige schwimmen, andere surfen und viele sitzen einfach am Strand und geniessen den Tag. In der Schweiz würden wir wahrscheinlich sagen: ein perfekter Sommertag.

So ging ein richtig schönes Trainingswochenende zu Ende, und ich war einfach dankbar für all die Sonnenstunden, die wir diese Woche hatten.


Somit wünsche ich allen hier auf der Südhalbkugel, dass ihr den Winter gut übersteht. Und allen im Norden wünsche ich einen schönen Sommer. Geniesst die Sonne, benutzt genügend Sonnencreme und lasst das Feuerwerk am 1. August weg den die Wälder müssen nicht noch mehr Brände erleben bei uns in Europa.


Bis bald

Cyrill

 
 
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