Wochen News Nummer 30
- vor 18 Minuten
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Mit diesem Blog blicken wir auf den Geburtstag der Schweiz zurück, der gleichzeitig den Start in den August bedeutet.
Hier in Noosa hat tatsächlich jemand eine Schweizer Fahne aufgehängt. Also gab es sogar ein bisschen Schweizer Stimmung auf der Südhalbkugel. Zum Patrioten bin ich zwar noch nicht geworden, aber die Schweizer Berge trage ich definitiv im Herzen. Diese Woche fragte mich jemand: «Du als Schweizer wohnst doch in den Bergen, oder?» Meine Antwort war: «Nicht ganz, aber ja – wir haben Berge.»
Ein neues System im Schwimmbad
Ansonsten verlief die Woche im Training so wie geplant. Also habe ich da wirklich keine grossen Geschichten zu erzählen.

Die grösste Neuerung gab es beim Schwimmtraining. Im Pool haben wir jetzt zwei LED-Bildschirme, welche die Zeit anzeigen, und zusätzlich einen Lautsprecher. Unser Coach kann die Abgangszeiten einstellen und die Uhr zählt jeweils mit einem «Ready ... Go!» herunter.
Ich persönlich finde das richtig praktisch. Jeder sieht sofort seine geschwommene Zeit und das Training läuft dadurch noch flüssiger ab, und der Coach hat wirklich Zeit, sich auf die einzelnen Leute zu konzentrieren, ihnen Tipps zu geben und Korrekturen vorzunehmen.
Ansonsten bleibt alles beim Alten. Ich versuche, bei jeder einzelnen Einheit das Beste herauszuholen, was an diesem Tag möglich ist. Im Ausdauersport ist Konstanz immer noch das Wichtigste. Im Moment läuft das Training richtig gut und ich habe das Gefühl, dass ich gerade einen guten Rhythmus gefunden habe. Genau dann muss man aber aufpassen, nicht übermütig zu werden.
Das kenne ich aus der Vergangenheit. Heute fällt es mir deutlich leichter, solche Phasen nüchtern zu betrachten und einfach das zu nehmen, was kommt. Wenn man fit ist und sich genügend Zeit für das Aufwärmen nimmt, fühlen sich viele Einheiten plötzlich erstaunlich gut an.
Ich muss auch wieder sagen, wie dankbar ich dafür bin, gesund und fit zu sein. Fitness kann man nicht einfach im Supermarkt kaufen. Genau deshalb lohnt es sich, Zeit in Bewegung und Sport zu investieren. Es muss nicht jeder Leistungssport betreiben. Aber körperlich fit zu sein, ist etwas, das einem gerade mit zunehmendem Alter enorm viel zurückgibt.
Die Vorfreude wächst
In fünf Wochen darf ich endlich wieder an einer Startlinie stehen.
Wenn man überall Rennen verfolgt, wächst die Vorfreude automatisch. Gleichzeitig bin ich aber auch froh, dass ich einmal einen längeren Trainingsblock ohne Unterbrüche absolvieren konnte. Jetzt freue ich mich auf die nächsten fünf Wochen Training und darauf, die Form Schritt für Schritt weiter aufzubauen.
Lachs vom Fischer
Diese Woche haben wir zum ersten Mal den Lachs vom Fischer ausprobiert.
Zusammen mit Gemüse und Pasta wurde daraus ein richtig feines Abendessen. Emma benutzt seit einiger Zeit eine Rezept-App und ich kann wirklich sagen: Seitdem essen wir noch besser als davor. Natürlich gefallen mir manche Gerichte besser als andere. Ob ein Rezept richtig gut war, merke ich jeweils daran, ob ich mir noch eine zweite Portion hole.
Zum Schluss
Falls ihr einmal mehr über einen bestimmten Trainingstag oder einen anderen Teil meines Alltags lesen möchtet, schreibt mir gerne.
Denn ehrlich gesagt passiert bei mir gar nicht so viel Aussergewöhnliches. Ich sitze viele Stunden auf dem Rad, schwimme im Pool oder laufe meine Kilometer.
Und ja, auch für mich sind harte Einheiten hart. Zwei Mal fünf Kilometer im Tempobereich zu laufen macht mir genauso wenig Spass wie wahrscheinlich den meisten anderen. In den letzten drei Kilometern wünsche ich mir ebenfalls, dass es endlich vorbei ist.
Das Schöne ist aber: Sobald man stehen bleibt, sind die Schmerzen sofort weg. Was bleibt, ist eine tiefe Zufriedenheit darüber, dass man die Einheit geschafft hat.
Deshalb möchte ich euch diese Woche etwas mitgeben: Versucht beim nächsten Training vielleicht einmal ein kleines bisschen länger im positiven Trainingsschmerz zu bleiben. Denn wenn es wirklich nicht mehr geht, wird es meistens schon wenige Sekunden nach dem Stopp wieder besser.
Somit entlasse ich euch in den Rest der Woche und bedanke mich herzlich fürs Lesen.
Bis nächste Woche.
Cyrill