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Wochen News Nummer 4

  • Autorenbild: Cyrill Knechtle
    Cyrill Knechtle
  • vor 12 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Zurück in Noosa und langsam zurück in einen Rhythmus aus Bewegung. Diese Woche habe ich den Spass am Training wiedergefunden, und die Gedanken werden klarer – vor allem in Bezug auf die Suche nach einem Coach im Triathlon. Jemanden zu finden, der genauso passioniert ist wie man selbst, ist jedoch schwierig. Häufig ist das Problem, dass potenzielle Coaches bereits 20–30 Athleten betreuen oder ihr Geld noch in anderen Sportarten verdienen.


Was war diese Woche los?

Ich habe zweimal mit einem Freund aus Österreich telefoniert. Für kurze Zeit hatten wir eine richtig gute Idee, die sich dann leider als Sackgasse herausgestellt hat, da wir keinen Kontakt zu dem Coach herstellen konnten, der eine Option gewesen wäre. Also doch wieder zurück auf Feld eins.


Was ich diese Woche ebenfalls sehr geschätzt habe, waren zwei Telefongespräche: eines mit einem älteren Freund mit viel Lebenserfahrung und eines mit meiner Mum.

Von dem ersten Gespräch ist mir ein Satz besonders hängen geblieben:„Get shit done first.“


Was ich aktuell mache, ist zum Glück nicht scheisse. Trotzdem kennen wir das alle: Im Leben – oder sogar an einem einzelnen Tag – gibt es Aufgaben, die wir lieber machen, und andere, die einfach erledigt werden müssen.


Rückblick auf zehn Jahre unterwegs

Was mich diese Woche ebenfalls beschäftigt hat, war meine Reise-Historie der letzten zehn Jahre. Kannst du dich erinnern, wo du als Europäer überall warst – mit offenen Grenzen? Diese Überlegung hat mich zeitweise an meine Grenzen gebracht.


Anhand meiner Triathlon-Resultate habe ich nachvollzogen, wo ich überall gewesen bin. Zum Glück hatte ich davor eine Phase, in der ich mehrheitlich in der Schweiz war – während meiner Lehre oder als ich gearbeitet habe. Trotzdem ist es beeindruckend zu sehen, wohin mich der Sport gebracht hat.


Das Ganze mache ich aktuell auch, um langfristig ein Visum hier in Australien zu bekommen. Das war zu Beginn der Woche eine zusätzliche Aufgabe, die mich stark beschäftigt hat. Inzwischen konnte ich vieles einordnen, und die Dinge sehen heute ganz anders aus. Wie so oft: Wenn man viel trainiert, fällt es manchmal schwer, Situationen realistisch einzuordnen.


Umso wertvoller ist es, dass ich viele gute Kontakte habe, die helfen zu relativieren, was einen gerade beschäftigt. Heute, am Montag, während ich den ganzen Blog finalisiere, sehen die Dinge deutlich klarer und ruhiger aus.


Radausfahrt
Radausfahrt


Warum die Trainersuche schwierig ist

Genau deshalb ist meine Trainersuche auch nicht einfach. Für jemanden einen Trainingsplan zu schreiben, ist nicht das grosse Problem. Aber die Passion, die Freude am Coaching und den Kopf zu 100 Prozent bei der Sache zu haben – das sehe ich als die eigentliche Hürde.


Vielleicht ist das auch einfach ein Spiegel unserer Zeit und davon, wie sich unsere Welt entwickelt. Als Coach sehe ich jedenfalls, wie wichtig es ist, wirklich passioniert für die Athleten zu sein, die man betreut.


Inspiration aus einem Buch

Das ist auch eine gute Überleitung zu einem Buch, das ich aktuell lese – von einem ehemaligen All Blacks Coach (dem Rugby-Nationalteam von Neuseeland). Ich habe allerdings erst gerade angefangen, und ich bin definitiv keine Leseratte.


Meine Hoffnung bei dieser Biografie ist es, genau diese Passion zu verstehen: Was hat er mit dem Team gemacht? Wie hat er Führung gelebt? Ich bin mir sicher, dass ich daraus das eine oder andere für mich mitnehmen kann.


Was ich jedoch jetzt schon erfahren habe: Er ist in einer Familie aufgewachsen, die früh ihre Mutter verloren hat, und bevor er das Team coachte, war er Polizist. Bereits auf den ersten Seiten wird klar, was er bis zu seinem 30. Lebensjahr gelernt hat – wie diszipliniert er im Rugby aufgewachsen ist und welchen Drill er durchlaufen musste, um Polizist zu werden.

Buch von All Black Coach
Buch von All Black Coach


 
 
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