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Wochen News Nummer 9

  • vor 24 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Das Teilen der letzten Woche meines Blogs war etwas spät. Also sitze ich heute am Montag bereit am Laptop und tippe, was diese Woche wieder alles so passiert ist.


Der Regen hier verlangsamt das Leben ein wenig  was ich gar nicht so schlecht finde von Zeit zu Zeit. Die Regengeschichten kommen jedoch erst gegen Ende der Woche, als der Regen dann auch wirklich eingesetzt hat.


Ein ruhiger Start in die Woche

In die Woche starte ich mit einem 40-minütigen Pilates-Training. Das hat sich bei mir so eingependelt, weil ich mich danach deutlich aktivierter fühle, als wenn ich direkt mit dem Training starte.


Wenn man viel trainiert, brauche ich oft etwas Zeit, bis ich wirklich in einen Rhythmus komme und das Gefühl habe, dass mein Körper wach und bereit ist.


Am Abend stand dann noch ein hartes Radtraining auf dem Programm. Zurzeit mache ich viel Tempo Intervalle. Das habe ich schon früher gemacht und es ist immer wieder erstaunlich, wie locker sich danach die Schwelle anfühlt, wenn man zwischendurch richtig Druck macht.


Das eigentliche Highlight des Tages kam jedoch später.


Ein Telefonat zum Geburtstag

Mein Opa hatte an diesem Montag Geburtstag. Also habe ich ihn angerufen und seit Langem wieder einmal ein längeres Gespräch mit ihm geführt.


Für mich ist es immer besonders schön zu hören, was er noch alles auf den Skiern macht. Mit seinen 86 Jahren fährt er immer noch leidenschaftlich Ski.


Diese Begeisterung für Bewegung beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue.


Die Joe Story auf dem Rad

Eine der besten Geschichten dieser Woche passierte am Mittwoch, als Joe einer unserer Schwimmtrainer mit uns Radfahren kam.


Die Story begann eigentlich schon am Start, als er mich fragte: „Können wir noch schnell Gels einkaufen gehen?“


Da dachte ich mir bereits: Das könnte lustig enden.

Also gingen wir noch kurz einkaufen, bevor wir Holy abholten. Ich hatte meine Verpflegung bereits dabei, Joe jedoch nicht.


Als er dann mit nur ein paar Gramm Carbs wieder aus dem Laden kam, wusste ich: Das ist nur eine Frage der Zeit.


Als er dann auch noch jeden Hügel attackierte, war für mich eigentlich klar, wie diese Geschichte enden würde.

Nach etwa 1,5 Stunden wurde es plötzlich ruhig um Joe. Als er innerhalb von 20 Minuten zwei Gels nahm und nach Wasser fragte, wussten Holy und ich spätestens, dass er heute leiden würde.


Wir sind wirklich locker gefahren. Trotzdem fragte Joe irgendwann, wie weit es noch sei. Als wir ihm die Distanz sagten, wurde er etwas nervös.


Zehn Kilometer vor dem Supermarkt und noch ein gutes Stück vom Ziel entfernt meinte er plötzlich, er brauche unbedingt eine Cola.


Beim Supermarkt war er dann sehr froh, kurz sitzen zu können. Er hatte bereits Krämpfe. Am Ende musste Holy ihn sogar nach Hause fahren, weil Joe meinte, er würde sonst nicht mehr heimkommen.


Als ich ihn später am Nachmittag wieder am Pool sah, war er immer noch nicht ganz bei 100 Prozent.


Eine ungeplante Massage

Der Donnerstag war eigentlich als eher ruhiger Tag geplant.

Trotzdem war der Tag schnell gefüllt. Neben meinem eigenen Training wollte ich auch Trainings planen meiner Athleten.


Als mir Emma dann anbot, ihren Massagetermin zu übernehmen, sagte ich natürlich nicht nein.

So bekam ich seit Langem wieder einmal eine Massage.


Die war so gut, dass ich danach noch müder war als vorher. All die Triggerpunkte wurden bearbeitet und ich fühlte mich danach komplett durchgeknetet.


Und genau so fühlte ich mich auch noch am Freitagmorgen im Wasser.

Mein Körper ist starke Massagen einfach nicht gewohnt. Einerseits war ich total entspannt, gleichzeitig aber auch irgendwie verspannt.


Normalerweise stretche ich jeden Tag. Wenn etwas wirklich fest ist, nutze ich einen Foamroller und rolle die Stellen aus. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, weshalb ich eine so intensive Massage nicht mehr gewohnt bin.


Eine Wochenende voller Regen

Das Auffälligste am Wochenende und auch an den Tagen rundherum war mit Abstand der Regen.

Es hat fast ununterbrochen geregnet. Teilweise bis zu 80 mm an einem Tag.


Am Samstag sass ich deshalb auf der Rolle. Das macht mir immer nur mässig Spass, vor allem wenn es eine lockere Fahrt ist. Da brauche ich schon gute Podcasts oder Unterhaltung, damit ich nicht ständig nur auf den Timer schaue.

Indor Bike Ride
Indor Bike Ride

Trotzdem haben Regentage auch etwas Entspannendes. Danach unternimmt man meist nichts mehr, und die Entscheidung, einfach zu entspannen, fällt deutlich leichter.


Kaffee im Regen

Der Sonntag startete um 6 Uhr morgens. Das waren wahrscheinlich die letzten 1,5 Stunden bis Dienstagmorgen, in denen wir noch trocken laufen konnten.


Nach dem Lauf sassen wir im Café und plötzlich schüttete es nur noch wie aus Kübeln.

Den Kaffee liessen wir uns natürlich trotzdem nicht entgehen. Also sassen wir einfach etwas länger dort und schauten hinaus in der Hoffnung, dass der Regen vielleicht kurz nachlassen würde.


Der perfekte Wochenabschluss

Der Abschluss der Woche war jedoch nicht einfach gut er war Premium.

Holy hat einen BBQ-Grill, also beschlossen wir, Fleisch einzukaufen und zu grillieren.

Er erklärte mir auch diese Fingerregel, mit der man herausfinden kann, wie durch ein Steak ist. Das fand ich wirklich faszinierend.


Die Steaks hat er perfekt medium rare gegrillt. Absolute Weltklasse.

Und was natürlich nicht fehlen durfte – vom Österreicher war Kaiserschmarrn.


Der Bäckersohn hat uns einen wirklich sehr feinen Dessert gemacht, mit allem, was dazugehört. Für einen Moment fühlten wir uns fast wie in Österreich.


Eine Woche näher an Geelong

So endet eine weitere Woche hier in Noosa.


Das bedeutet auch, dass ich wieder eine Woche näher am Rennen in Geelong bin.

Zurzeit gehe ich nochmals alles durch Material, Ausrüstung und schaue, ob ich noch etwas brauche, um wirklich bereit zu sein.


Ich freue mich extrem auf dieses Rennen und auch darauf, wieder etwas frischer zu werden. Die Müdigkeit setzt langsam ein. Es gibt gute Trainings und dann wieder solche, die etwas zäher sind.



Doch mit dem Wissen, bald wieder an einer Startlinie zu stehen, weiss ich auch, warum ich das alles mache.

Wir hören uns nächste Woche wieder.


Und danach folgt bereits der Race Report aus Geelong.

Dann finden wir heraus, wo ich stehe und was ich noch besser machen kann.

 
 
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